Bevor du weitergehst

Das Cover ist gut gewählt, denn die Farben lenken nicht vom eigentlichen Thema ab. Ausserdem ist das Gruppenbild ein guter Hinweis auf das, was der Inhalt widerspiegeln will. Eben ein Miteinander.

Bei der Bewertung bin ich hin- und hergerissen, denn einerseits sind die Geschichten vom Inhalt her sehr berührend, aber andererseits holt mich der Schreibstil einfach nicht ab. Es werden interessante Erkenntnisse geliefert und die Denkansätze ermutigen zur Nächstenliebe.
Mir ist bewusst, dass die Autoren hier einen Erzählstil gewählt haben, da die einzelnen Gegebenheiten von Dritten zugetragen wurden und daher auch über diese erzählt wird. Aber, die Situationen und die Herleitungen oder auch die daraus zu ziehenden Gedanken, sollten doch ein intensives Bild des Miteinanders ergeben. Dies konnte ich leider nicht empfinden.
Obwohl ich das vorherige Buch "Immer montags beste Freunde" bisher noch nicht gelesen habe, konnte ich aufgrund der detailreichen Erläuterungen die Vorgänge, die für diesen "Folgeband" wichtig sind, gut nachvollziehen und auch die Zusammenhänge hervorragend erkennen.

Die Vorkommnisse werden eher nüchtern dargestellt und stellen somit zwar die einzelnen Begebenheiten in einem klaren Licht dar, aber, das "mitten-im-Geschehen-sein" hat mir hier total gefehlt.
Die Sachlichkeit stellt zwar eine gewisse Unvoreingenommenheit dar, die auch wichtig ist, damit der Leser nicht beeinflusst wird. Dennoch hätte ich mir gerade bei dieser Thematik mehr Tiefe gewünscht.

Laura Schroff hat mit ihrem vorherigen Buch "Immer montags beste Freunde" eine Lawine ausgelöst. Ihr wurden die unterschiedlichsten Geschehnisse zum Thema Nächstenliebe und Mitgefühl zugetragen. Da sie damit auch andere Leser erreichen wollte, ist dieser Folgeband entstanden.
Um eine gewisse Zuordnung und Übersichtlichkeit zu erhalten, sind die Geschichten in die Kapitel
Nächstenliebe, Bejahung, Zugewandtheit, Aufmerksamkeit, Einzigartigkeit, Klarheit und Verbundenheit
unterteilt.
An sich finde ich die Unterteilung auch okay, aber hier wirkt wieder die vorgenannte Nüchternheit auf mich. Der Zugang ist da einfach für`s Thema nicht so gegeben, wie erwünscht.
Nach den Geschichten sind auch meist Texte der Autorin angehängt, die die einzelnen Gedankengänge dazu erläutern. Ausserdem sollen sie zur besseren Verständlichkeit beitragen und auch nochmal Ideen vom vorherigen Buch aufgreifen. Diese sind für mich ebenfalls in Ordnung, aber eben auch hier wieder das "Nicht-greifen-können".

Mein Fazit: gute Thematik und interessante Geschichten aber leider für mich zu wenig einfühlsam