Wildblumensommer

von Kathryn Taylor

#wildblumensommerlesejury

Das Cover mit seinen Farben und Abbildungen deutet auf einen Frauenroman mit Kitsch und Herzschmerz hin. Ganz so extrem möchte ich den Inhalt nicht beschreiben, weil durchaus Andeutungen von Tiefgang vorhanden sind. Meiner Meinung nach aber überwiegen gerade in den detailintensiveren Szenen die Herzschmerzelemente. Das typische hin und her solcher Romane zeigt sich auch hier immer wieder. Schade.

 

Zu Beginn wird große Spannung aufgebaut aber leider verpufft diese immer wieder. Ich kann hier garnicht genau beurteilen, ob es am Schreibstil generell oder an der Herangehensweise, gerade bei den Spannungsmomenten, liegt. Dies zieht sich so durch´s komplette Buch. Also, Spannung wird erzeugt und der Leser wird neugierig gemacht, aber, durch die Entwicklung ist man dann doch immer wieder etwas enttäuscht von der "Auflösung". Spannung wird zwar aufgebaut, aber, nimmt trotzdem nie so richtig Fahrt auf. Der Aufbau derselbigen geschieht u.a. gekonnt durch das Erzählen von "zweierlei" Geschichten, die mit hervorragend gemachten Cliffhangern enden.

 

Die Schilderungen generell sind okay, aber, ich vermisse doch immer wieder Detailtiefe.

 

Die Darstellung der örtlichen Gegebenheiten finde ich sehr gelungen, ich konnte mir die Orte und Landschaften gut vorstellen.

 

Bei den Charakteren ist die Beschreibung gut, so dass ich die Reaktionen und das Verhalten nachvollziehen konnte, aber, hier fehlte mir, genau wie beim Spannungsbogen, die Detailtiefe, um mich auf Du-und-du mit den Mitwirkenden fühlen zu können.

 

Gesundheitliche, familiäre, Beziehungs- und weitere unterschiedliche Probleme und die daraus resultierenden Ereignisse, Vorgehensweisen, Missverständnisse, auf die dieses Buch fußt, werden oftmals etwas zu vage geschildert.

 

Mein Fazit: hat mich leider aufgrund des Schreibstils und der oft fehlenden Detailtiefe wenig überzeugt