Umweg nach Hause

von Jonathan Evison

Jonathan Evison hat mich mit seiner Schreibweise voll und ganz überzeugt, denn er schildert die Handlungen flüssig und bodenständig.

Er lässt mich "am Ball bleiben".

Das Buch handelt von gescheiterten Existenzen und deren Mut, nach vorne zu blicken.


Bens schicksalhafte Vergangenheit wird Stück für Stück in der Gegenwart gnadenlos auf ihn einprasseln.

Trev, der wegen seiner unheilbaren Krankheit an den Rollstuhl gefesselt ist, lernt dank Ben das Leben kennen und lieben.

Auf ihrer gemeinsamen Reise begegnen den Zweien weitere Mitreisende, die selbst jeweils in prikären Situationen stecken.

Wie diese Wegebegleiter voneinander und miteinander lernen und sich gegenseitig Halt und Trost geben macht Hoffnung.

Alle zusammen ergeben ein Ganzes und brauchen einander für die neuen Wege, die sie zukünftig beschreiten wollen oder müssen.


Es ist wirklich erstaunlich, wie einfühlsam und real der Autor die Mitwirkenden darstellt.

Zu den oft nachdenklich stimmenden Situationen kommen aber eben so oft amüsante und wirklich witzige Anekdoten.

Ausserdem lässt der Autor auch noch sehr interessante Informationen über die Landschaften oder auch Monumente einfließen.


Mein Fazit möchte ich mit einem Zitat v. S. 373 aus dem Buch aufgreifen: "Ich sehe in alle Richtungen, außer nach hinten.", denn es trifft den Kern des Buches auf den Punkt.