Nach der Party

Das Cover wirkt auf mich geheimnisvoll und macht neugierig auf den Inhalt. Wie meinen folgenden Ausführungen zu entnehmen ist, empfinde ich das Cover aus genau diesen Gründen optimal gewählt. Hier passt alles zusammen, von der Farbgebung über das Motiv und der Stimmung, die das Zusammenspiel widerspiegelt.

 

Der Schreibstil hat auf mich anfangs eher unnahbar und etwas unbeteiligt gewirkt. Dies hat jedoch den Lesefluss nicht beeinträchtigt. Flüssiges Lesen war von Anfang bis Ende gegeben. Nach längerem Lesen hat sich für mich herausgestellt, dass der Schreibstil genau die Stimmung, die dieses Buch ausmacht, ausdrückt und bekräftigt. Hier finden sich Mystik, Spannung, Geheimnisse und Tiefgang wieder. Also, eine ideale Mischung, die es zu ergründen lohnt.

 

Die Autorin wechselt zwischen den Jahren der Handlung, die sich um 1950 bis 1958 abspielt. Durch diese Sprünge wird die Geschichte nach und nach aufgerollt und die Beweggründe der Mitwirkenden verständlich und deutlich nähergebracht.

 

Die Charaktere werden zwar aus einer Erzählsicht einer Protagonistin dargestellt, das tut dem Miterleben für den Leser jedoch keinen Abbruch.

 

Durch die Handlung wird klar, dass Schein und Sein oftmals Welten voneinander entfernt sind. Hier wird definitiv hinter die Fassade der Geld- und Glitzerwelt geguckt. Das geschieht mit einem klaren und schnörkellosem Stil, der sehr eingängig ist und auf die Hintergründe und weiteren Vorgänge neugierig macht.

Dabei geht der Blick auf wahre Gefühle, die Geld und Macht nicht erfüllen können.

 

Private oder gesellschaftliche Abhängigkeiten vielerlei Arten werden aus verschiedenen Blickwinkeln gekonnt durchleuchtet und machen Zusammenhänge klar und deutlich.

 

Druck, der sich durch die unterschiedlichsten Erwartungshaltungen aufbaut, wird hervorragend in Szene gesetzt und lässt begreifen, dass gewisse Verhaltensweisen oft falsch ausgedrückter Schutzmechanismus sind.

 

Mein Fazit: hier wird die Glitzer- und Glamourwelt definitiv gekonnt hinterfragt