Drei Männer und kein Halleluja

Habe bereits mehrere Bücher von Hera Lind gelesen und weil ich den locker-legeren Schreibstil so gerne mag, habe ich auch dieses hier gelesen.

Aber, jetzt rollen wir die Sache nicht von hinten auf, sondern beginnen beim Cover.

Durch die Farbgebung und die Abbildungen lässt sich hier schon richtig vermuten, dass es sich um einen Frauenroman "für nebenbei" handelt.

Mit dieser Vermutung liegt man auch ganz richtig. Als ich nur den Namen der Autorin gelesen habe, bin ich zuerst davon ausgegangen, dass es sich, wie bei ihrem Roman "Die Sehnsuchtsfalle", den ich zuletzt von ihr gelesen habe, um einen Tatsachenroman handelt, der dann doch intensiver in die Tiefe geht und auch aufwühlend ist und zum Nachdenken anregt.

 

Mit diesem Frauenroman der etwas leichteren Art ist die Autorin in ihr früheres Genre Frauenroman zurückgedriftet. Also, dieser Roman eignet sich gut, wenn man einfach nur abschalten und die Seele baumeln lassen will. Hier wird das Leben mal nicht so ernst genommen. Der Schreibstil ist locker-leger und flüssig, wobei ich die ersten 100 Seiten doch eher eine Einlesephase benötigte. Irgendwie hat mir hier zu Beginn der Schmiss gefehlt und dadurch war ich nicht so ganz vom Geschehen mitgerissen, sondern bin immer mal wieder abgedriftet.

Manchmal wurden die Pointen auch etwas zu heftig übertrieben, wie beispielsweise auch die Namensgebungen, die zwar durch die Vorstellung der Charaktere passend und witzig anmuten sollen, aber, dies hat mich nur teilweise zum Schmunzeln gebracht. Hier hatte ich doch eher das Gefühl, dass hier gewaltsam ein Gag gezaubert werden sollte.

Aber, nichtsdestotrotz ist der Frauenroman gut zu lesen und einige amüsante Anekdoten lassen sich immer wieder finden.

 

Das Buch handelt von Wanda, die am Beginn ihrer Berufslaufbahn zur Sängerin oder Lehrerin oder oder oder steht....Schon bald stellen sich die Weichen in eine bestimmte Richtung und sie findet eine Anstellung im TV-Fernsehchor. Das Leben als Chormitglied ist durch die unterschiedlichen Charaktere, die nicht immer ganz ohne sind, sehr abwechslungsreich und stellt doch so einige Hürden auf. Eine turbulente Zeit beginnt.

 

Mein Fazit: Die Autorin ist mit diesem Roman wieder in das frühere Genre Frauenroman abgedriftet und hat hier ein amüsantes Buch geschrieben, dass mich allerdings nicht ganz vom Hocker gerissen hat