Die Rosenfrauen von Cristina Caboni

Die Autorin überzeugt mit ihrem feinsinnigen Schreibstil auf ganzer Linie.

Der Leser wird dadurch durch die Geschichte "getragen" und fühlt sich eins damit.

Allein die Kapitelanfänge, denen Cristina Caboni jeweils einem Duft widmet, den sie in Bezug auf Ähnlichkeiten oder auch auf Wesenszüge erläutert, sind schon eine Reise in die Duftwelt.


Die Handlung spielt in Italien, jedoch vor allen Dingen in Frankreich und dreht sich um das Leben von Elena Rossini, die das Talent oder aber auch den Fluch innehat, die Wesenszüge von Düften zu erkennen. Ihre weiblichen Vorfahren waren allesamt Parfümeurinnen und da das Leben mit dieser Begabung nicht leicht ist, will Elena anfangs vehement vermeiden, dass sie in deren Fußstapfen tritt. Aber, das Leben für die Protagonistin scheint ihren eigenen Weg zu kennen und sie dahin zu leiten.


Die Autorin verleiht dem Buch leben, indem sie die Charaktere real und tiefsinnig darstellt. Die Erläuterungen zu den unterschiedlichen Wesensarten der Personen sind greifbar und lassen den Leser mitfühlen und verstehen.

Auch wird deutlich, dass Freundschaft und Liebe ein wichtiger Teil sind, um auch Steine, die einem im Wege liegen, wegzuräumen.

Ebenso besitzt das Buch eine feine Sinnlichkeit, die sowohl in Bezug auf Düfte, als auch auf zwischenmenschliche Beziehungen eingeht.


Mein Fazit: Feinsinnige Reise durch die faszinierende Welt der Düfte