Der Tag, an dem der Sommer begann

Das Cover hat auf mich auf den ersten Blick eher nichtssagend gewirkt. Erst nach längerem Lesen und Einsteigen in die Geschichte, wird die Verträumtheit, die das Cover ausstrahlt, Eins mit dem Buch. Auf den ersten Blick hätte ich das Cover so nicht gewählt, bei näherer Betrachtung ist es ganz in Ordnung, es könnte jedoch mehr daraus gemacht werden.

 

Julie Cohens Schreibstil lässt die jeweilige Szenerie, egal ob heiter, traurig, düster etc. pp., bildhaft entstehen. Er lässt sich flüssig lesen und lädt zum Nachdenken ein.

 

Die Geschichte wird durch die sich immer wieder abwechselnden Geschehnisse, die die drei Protagonistinnen ausmacht, aufgerollt. So kann man die jeweilige Person wunderbar kennen- und verstehen lernen und die Zusammenhänge und Beweggründe aufschlussreich nachvollziehen.

So erhält man tiefen Einblick in Vorkommnisse und die Gefühlswelten der Mitwirkenden und kann sich ein vollständiges und lebhaftes Bild davon machen.

Die Spannung wird dadurch ebenfalls angestachelt und hoch gehalten.

 

Es zeigt sehr gut auf, dass scheinbar unterschiedliche Leben und Gefühlswelten doch oftmals garnicht so verschieden sind. Hier möchte ich dazu sagen: "Jeder hat sein Päckchen zu tragen" und genau das spiegelt sich in dem Buch hervorragend wider.

Der Zusammenhalt, der sehr deutlich gemacht wird, stellt eindeutig klar, dass Aufgeben eben keine Option ist.

 

Mein Fazit: tiefgründiges Buch, das es zu Lesen lohnt