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Veronika May

Der Duft von Eisblumen

Roman
Erscheinungstermin: 08. August 2016
Der Duft von Eisblumen 

Gerade frisch getrennt, verliert Rebekka im Stau die Nerven und fährt ihrem Vordermann mit Absicht auf die Stoßstange. Jetzt steht sie nicht nur vor den Trümmern ihres Lebens, sondern auch vor Gericht. Die aufgebrummten Sozialstunden muss sie bei der 88-jährigen Dorothea von Katten ableisten. Die lebt allein in einer verwunschenen Villa mit einem riesigen Garten, und zunächst scheinen die beiden Frauen nur ihre Dickköpfigkeit gemeinsam zu haben. Bis Rebekka auf ein lang gehütetes Geheimnis der alten Dame stößt und versteht, dass man sein Herz nicht auf ewig verschließen kann.


Das Cover ist wunderschön und detailreich gearbeitet und macht Lust auf´s Lesen. Dabei wird man vom Inhalt nicht enttäuscht, denn der Schreibstil der Autorin ist eingängig und flüssig geschrieben. Ebenso wird hier auf Details geachtet. Da ist keine Einlesezeit, wie es manchmal bei Büchern vorkommen kann, nötig, denn bereits der Beginn ist schwungvoll und man fühlt sich mittendrin.

 

Die Geschichte spielt in der Gegenwart und auch in der Vergangenheit in den 1940er-Jahren. Gekonnt werden die vergangenen Zeiten in Erzählungen und Briefen dargestellt. Dies dient teilweise wie ein Zeitraffer und macht das Buch sehr lebendig. Ausserdem werden hier die Hintergründe zu den damaligen Verhältnissen aufgerollt und begreifbar gemacht. Auch wird klar, wieso sich Menschen auf gewisse Weise verändern.

Hier findet man viele lehrreiche und charmant-amüsante Details, die zeigen, was das Leben so zu bieten hat.

Die lebensnahen, authentischen Gegebenheiten und Vorkommnisse werden von den Mitwirkenden realistisch und nachvollziehbar bewerkstelligt.

 

Das Buch macht u. a. deutlich, dass bei vermeintlich unterschiedlichen Lebenswegen und -auffassungen oftmals der Schein trügt und da doch mehr Gemeinsamkeiten bestehen als geahnt.

Was mich auch noch sehr beeindruckt hat, ist, dass man die ältere Generation keinesfalls als senil oder gar debil einschätzen soll, denn die unterschiedlichen Generationen können gegenseitig viel voneinander lernen und profitieren.

 

Die Geschichte handelt von Rebekka, die dem rasanten Leben, das sie führt, nicht mehr gewachsen ist. Nach einem von ihr provozierten Unfall sieht sie sich vor dem Trümmerhaufen ihres Lebens. Da begegnet ihr ungewollt Dorothea, die Ende 80 und ebenso wenig erpicht darauf ist, Rebekka in ihr Leben zu lassen.

Werden sich die beiden Frauen "zusammenraufen"?

 

Mein Fazit: sehr eindrucksvolles Buch, das klarmacht, dass das Leben viele Chancen bietet