Alleine war gestern

von Beatrice Meier

Beatrice Meier hat einen charmant flippigen Schreibstil, der die Charaktere zum Leben erweckt. Der Leser kann sich in jeden Beteiligten voll und ganz hineinversetzen und auch dessen Beweggründe vollauf nachvollziehen und verstehen.

 

Sie greift mit diesem Roman ein Thema auf, dass sicherlich für den ein oder anderen Leser früher oder später wichtig ist. Die Vorstellung, im Alter alleine und eventuell auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, ist häufig ein schwieriges Thema.

 

Die Geschichte dreht sich um fünf Menschen, die im Herbst ihres Lebens sind und gerade deshalb auch noch das Alter lebenswert gestalten wollen. Deshalb beschließen sie, eine WG zu gründen. Der "Anstifter" zu dieser WG hatte zwar andere Gründe, aber die sind nicht minder wichtig. Ach ja, ein Vierbeiner gehört auch noch mit zur Truppe. Wie sich diese unterschiedlichen Menschen "zusammenraufen" oder auch nicht, wird schonunglos erläutert.

 

Gerade deshalb finde ich dieses Buch so herzergreifend, da Beatrice Meier genau diese "Angelegenheit" mit vielen Details liebevoll beschreibt. Durch ihren Schreibstil und die unterschiedlichsten Anekdoten und oftmals auch ironisch anmutenden Floskeln wird dies alles bis ins Kleinste beschrieben ohne jedoch den Spaß am Lesen/Leben zu verlieren. Nein, im Gegenteil, es gibt Mut und Hoffnung und lässt den Leser aufatmen.


Mein Fazit: Schonungslos ehrliches, mit charmantem Witz gespicktes,  Buch übers Leben