Tante Poldi

UND DIE SIZILIANISCHEN LÖWEN

von Mario Giordano

Mario Giordano hat hier im Kriminalroman als Neffe und Erzähler von Tante Poldi fungiert.

Er hat mir mit seinen witzigen und charmanten Anekdoten immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.


Das Buch handelt von Tante Poldi, einem bairischen Urgestein, die nach einigen Schicksalsschlägen von Bayern nach Sizilien, in die Nähe ihrer Verwandten, auswandert, um dort ihren Lebensabend zu verbringen.

Der Beginn in Sizilien gestaltet sich auch nicht so einfach, da die temperamentvolle Poldi zwar scharfe Zoten rausdonnern kann, jedoch tief im Herzen ein sensibles Wesen ist.

Da geschieht dann auch noch zu allem Übel ein Mordfall, dem sich Poldi mit vollem Körpereinsatz verschreibt und dabei mit ihrer feinen Spürnase und dank "Kommissar Zufall" dem Mörder Stück für Stück auf die Schliche kommt.

Der zuständige Kommissar Montana schafft es nicht, sie von dem Fall abzuziehen.

Na, und die Liebe mit ihren Tücken kommt bei Poldi auch nicht zu kurz.

Poldi ist ein Stehaufmännchen und schafft es dank ihrer anteilnehmenden Verwandtschaft immer wieder, auf die Beine zu kommen.


Zum einen gelingt es dem Autor, die sizilianische, wie auch die bairische Lebensart mit witzigen, oft heftigen Anekdoten und Zoten liebenswürdig "auf`s Korn zu nehmen"

und zum anderen interessante Hintergrundinformationen über Traditionen, Lebensart, Vorkommnissen aus der Vergangenheit und geologische Hintergründe geschickt in den Kriminalfall zu verstricken.


Mein Fazit: Tante Poldi ist bairische Spürnase mit Herz und Verstand