PRATERGLÜCK

Eine Krimi-Groteske

von ANWANDER & VIERICH

 

Bei diesem Buch passt einfach alles. Angefangen vom Cover hin zu den Sprüchen der Beiden, bei denen ich oft das Gefühl hatte, dass hier die Autoren aus dem eigenen großen Sprachschatz schöpften ; D.

 

Anfangs war ich noch etwas überrumpelt von den vielen, oft derben Kraftausdrücken. Dies hat sich aber Seite für Seite gelegt, da einfach ersichtlich wurde, dass die zwei Protagonisten etwas treudoof aber total liebenswert sind.

 

Das Praterglück handelt von den zwei Halbbrüdern Paul (gebürtiger Berliner) und Balthasar (gebürtiger Wiener), die sich erst mit Mitte bis Ende 40 kennenlernen. Diese zwei sollen die Würstelbude Ihrer Tante Herta am Laufen halten. Beim Kennenlernen wurde klar, dass hier nicht die große Bruderliebe herrscht und daher wurde die Arbeit in der Bude aufgeteilt und die zwei kommunizieren dann meist nur entweder über Tante Herta oder über SMS, Post-its und eMails.

Dabei werden durch die unterschiedlichsten Ausdrücke, die in den jeweiligen Orten vorherrschen an den Mann gebracht.

 

Hierzu möchte ich auch noch anfügen, dass am Ende des Buches eine  sehr hilfreiche Deutsch-österreichische Begriffskunde angehängt ist. Einfach zum Brüllen komisch ; D

 

Die Autoren haben es in diesem Buch geschafft, eine Geschichte rund um Existenzkampf, Mord und Totschlag, Liebe, Hassliebe...in einem Hin und Her von Kurznachrichten zu beschreiben, die sehr kurzweilig ist. Ausserdem werden auch noch landestypische Begriffe sowie Geschehnisse und Denkmäler mit erläutert. Also, nicht nur eine Groteske sondern auch noch Bildung ; D

 

Mein Fazit: Krimi-Groteske die ihrem Namen alle Ehre macht.