Der Mann ist das Problem von Gisa Pauly

Gisa Pauly weiß mit flapsiger Erzählweise zu überzeugen.

Sie rückt Anekdoten, die oftmals aus dem Leben gegriffen scheinen, so ins Licht, dass man sie wiedererkennt und man sich ein schmunzeln nicht verkneifen kann.

Die ironisch-lockere Art hält den Leser bei der Stange, so dass man das Buch nicht mehr weglegen mag.

Die, gerade zum Ende hin, etwas chaotischen und zu konstruierten Vorgänge, passen sehr gut zu den dargestellten Charakteren.


Die Geschichte dreht sich um Helene, die an ihrem 50. Geburtstag endlich erkennt, dass ihr Leben nicht so läuft, wie es gut für sie ist und wie sie es eigentlich will. Sie beschließt, nach den Feierlichkeiten mit dem unpassenden Geschenk ihres Mannes, ihrem alten Leben lebewohl zu sagen und sich ein neues Leben nach ihrem Gusto aufzubauen. Dass sie dabei so einige "Missgeschicke" und Unwägbarkeiten bewältigen muss, kann sie nicht ahnen.


Die Autorin schafft ein herrliches Verwirrspiel und flechtet die Geschichte gekonnt in eine "Doppelgeschichte", in dem sie in den Roman einen zweiten miteinfließen lässt. So gelingt es ihr, den Leser bis zuletzt auf die falsche Fährte zu locken.


Mein Fazit: Für einen Neuanfang ist es nie zu spät, auch wenn dabei so einige Hürden überwunden werden müssen