Unter dem Banner des Kreuzes

von Astrid Fritz

Das wunderschöne, stilvolle Cover mit der lebensecht dargestellten Pilgerin und dem Banner wirken ansprechend und authentisch und machen neugierig.

Die Klappeninnenseiten zeigen eine gut gearbeitete Landkarte, auf der der Pilgerweg eingezeichnet ist.

Ich finde das sehr wertvoll, wenn ich beim Lesen immer wieder auf diese Landkarte zugreifen und den Weg verfolgen kann. Das macht mir das Leseerlebnis umso deutlicher und näher.

 

Die örtlichen Begebenheiten, oftmals mit Gebräuchen der durchwanderten Landstriche, sind realistisch und gut ins Geschehen verknüpft. Die Zusammenhänge der damaligen Gegebenheiten informieren gekonnt.

 

Der Schreibstil der Autorin deckt sowohl historisches Hintergrundwissen, das nach viel Recherche klingt, wie auch Spannung und Liebe ab. Diese Facetten machen das Buch zu einem vielseitigen und unterhaltsamen Leseabenteuer.

 

Es handelt von der 17-jährigen Anna, die im Jahr 1212 in Freiburg unter der harten Kandare ihres Vaters zu leiden hat. Wie tausende anderer Kinder und Jugendliche denkt sie, dass sie das Heil durch die Pilgerschaft nach Jerusalem finden wird.

 

Astrid Fritz verwebt Fiktion und Realität der Kinderkreuzzüge so hervorragend, dass der Leser dadurch Geschichte mit viel Spannung erleben kann.

 

Mein Fazit: überzeugendes Werk, das die Kinderkreuzzüge detailreich erleben lässt