Schwarzer Holunder

von Uschi Lange

Der Schreibstil erinnert mich eher an eine Aneinanderreihung von Geschehnissen als an einen spannenden Roman. Die Autorin bringt sehr viele historische Ereignisse in den Kriminalroman mit ein. Dies ist sehr wissenswert und interessant, ist jedoch so dargestellt, dass sich diese anhäufen und der Roman in meinen Augen etwas zu kurz kommt.

Ansatzweise konnte ich etwas Spannung erleben, die hat sich jedoch leider in Grenzen gehalten.

Ich würde diesen Historischen Kriminalroman eher als Erzählung sehen, da die Handlung zwar so geschildert wurde, dass es leicht nachvollziehbar ist, jedoch die Emotionen aussen vor gelassen wurden.

Die Zufälle, die sich etwas zu sehr häufen, machen es allerdings etwas unrealistisch.

 

Das Buch handelt von Helene, die für die damaligen Verhältnisse (Mitte des 19. Jahrhunderts) ein sehr emanzipiertes Leben geführt hat. Hierzu ist sie sogar "über Leichen gegangen". Um ihre Wünsche und Lebensvorstellungen durchsetzen zu können, hat sie sich Menschen in ihren Umkreis gezogen, die ihr für ihre Machenschaften unwissentlich behilflich waren.

 

Mein Fazit: Interessante Geschichtslektion, die jedoch für die Spannung und als Roman noch Luft nach oben lassen