Die Schwester des Tänzers

von Eva Stachniak

Habe so an die 50 Seiten Einlesezeit benötigt, denn der Schreibstil ist ungewöhnlich. Danach war ich voll im Geschehen und gefesselt.

 

Die Faszination und die Hintergründe der Geschwister Nijinsky und des Tanzes allgemein, nehmen gefangen.

 

Der Geist der damaligen Zeit in Bezug auf die unterschiedlichsten Themen ist gut aufgegriffen. Hier ist auch die Politik und das Zustandekommen von Krieg und deren Auswirkungen auf die Bevölkerung gut verknüpft und zeigt vielerlei Missstände auf.

 

Die Eigenheiten und Gepflogenheiten sowie die Ängste und Unsicherheiten aber auch die Triumphe und Freuden, die ein Leben als Tänzer so mit sich bringen, sind in lebhaften, detailreichen Bildern festgehalten.

 

Die Geschichte wurde in Zeitsprüngen, ausgehend vom Jahr 1939, der Gegenwart der Erzählung, die immer wieder Fragmente auf mögliche Vorkommnisse aufkommen lässt und der eigentlichen Erzählung ab der Kindheit, die im Jahr 1894 beginnt, bis hin zur Gegenwart im Jahr 1939, aufgebaut. 1939 schließt sich dann der Kreis. Dies macht neugierig und zeigt die Geschehnisse so sehr deutlich.

 

Mein Fazit: Geschichte, die bewegt und vieles der damaligen Zeit erklärt