Die Salbenmacherin von Silvia Stolzenburg

Die Schreibweise der Autorin schafft einen Spannungsbogen, der sich von Anfang bis Ende hervorragend durchzieht.

Die Erzählweise, die oft aus der Sichtweise des jeweils Handelnden aufgezeigt ist, macht es total lebendig und lädt den Leser mitten ins Geschehen ein.


Das Buch dreht sich um die Protagonistin Jugendliche Olivera, die mit ihrem Vater in Konstantinopel zuhause ist. In ihrem jugendlichen Eifer wünscht sie sich die baldige Heirat mit dem von ihr auserwählten Laurenz.

Mit List und Tücke gelingt ihr dieser Schachzug und schon bald ist sie mit ihrem Mann auf dem Weg nach Tübingen, da dieser dort beheimatet ist.

Dass Laurenz sich immer mehr verändert, weil ihm etwas auf der Seele liegt, kann sie zuerst nicht ahnen, dann nicht fassen. Das Leben in Tübingen ist für die junge Frau eine wahre Herausforderung.


Silvia Stolzenburg hat die Verhaltensweisen und Einstellungen der damaligen Zeit zu den unterschiedlichsten Dingen gekonnt dargestellt. Die Heilmittel und Kräuter, die im Buch erwähnt werden, sind äusserst interessant geschildert. Auch der Umgang, gerade in Bezug auf Glaube und Religion wurden authentisch und lebendig erzählt.


Mein Fazit: Wer sich ins 15. Jahrhundert begeben will, ist hier goldrichtig