Die Insel der blauen Gletscher von Christine Kabus


Die Gliederung der beiden Geschichten um Hanna und Emilie, die in den Jahren 2013 und 1907 spielen, hat Christine Kabus so vortrefflich spannend geschildert, dass ich den Norwegerroman am Liebsten in einem Rutsch "verschlungen" hätte.

 

Die einzelnen, sich abwechselnden Abschnitte, die sich in den oben genannten Jahren abspielen, decken Stück für Stück das Rätsel und die Hintergründe um einen Toten und die anderen Zusammenhänge schlüssig -  und super in die jeweiligen Zeiten eingegliedert - auf.

 

Christine Kabus schafft es hierbei, die realen Gegebenheiten der Land- und Ortschaften sowie der dort ansässigen Persönlichkeiten mit ihren typischen Merkmalen immens lebensnah darzustellen.

 

Wie ich an den Protagonistinnen erkannt habe, ist es niemals gut, den Kopf in den Sand zu stecken, im Gegenteil (wie auch ein Zitat aus dem Buch S. 73 anspricht): "Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe."

 

Zu den ohnehin schon lebensnah dargestellten Charakteren, lässt die Autorin den Leser an den Gedanken der Mitwirkenden teilhaben, was ihnen zusätzlich Tiefe verleiht.

 

Die interessanten Informationen zu den unterschiedlichsten Themen, die real stattgefunden oder auch über die Persönlichkeiten, die gelebt haben, wurden von Christine Kabus hervorragend in die fiktive Geschichte integriert.

 

Mein Fazit: Der hohe Norden ist allemal eine Reise wert.