DER JAHRHUNDERTSTURM von RICHARD DÜBELL

 

Dieser mitreissende Roman spielt in der Zeitspanne von 1840 bis 1871 und zeigt die großartigen Veränderungen dieser umwälzenden Zeit und die damit verbundenen Höhen und Tiefen detailgetreu und realistisch auf.

Der Schreibstil des Autors macht bereits von Anfang an neugierig und hält den Spannungsbogen hindurch aufrecht.

Die Entstehung des "Deutschen Reiches" mit ihren Machtkämpfen und Intrigen bis hin zu Aufständen, Revolutionen und Kriegen umfassen den Inhalt des Buches.

Des Weiteren werden die Anfänge und der Aufbau der Eisenbahn mit den verbundenen Schwierigkeiten und auch Gier so vortrefflich erläutert, dass es für mich super lehrreiche tolle Lesestunden waren.

Richard Dübell hat zu den historischen Hintergründen so schlüssig geschrieben, dass es ein Leichtes war, die Zusammenhänge dadurch zu begreifen. Die Vorgänge sind schlichtweg greifbar.

 

Die fiktive Geschichte dreht sich um die Protagonisten Louise Ferrand, Alvin von Briest und Paul Baermann, deren dreier Leben nicht unterschiedlicher hätte sein könnte. Zufall oder auch Schicksal führt die Drei zusammen und lässt eine Freundschaft bzw. Dreiecksbeziehung entstehen. Dies wird vom Autor so dargestellt, dass es weder kitschig noch unrealistisch daherkommt, nein, im Gegenteil, ich hatte oft das Gefühl, ich befinde mich direkt neben den Darstellern und fiebere mit.

 

Die fiktiven und realen Handlungsstränge sind hervorragend ineinander verwoben und schildern die vorherrschende Zeit der Armen und auch der Reichen. Dabei kommen bedeutende Persönlichkeiten, die Strangzieher der damaligen Veränderungen waren, wie beispielweise Otto von Bismarck, Joseph von Maffei, August Borsig, William Wilson, Robert Stephenson, Eugene und Stephane Flachat und einige weitere im Geschehen vor.

Die Wesenszüge und guten wie auch schlechten Eigenheiten der oben Genannten bringt der Autor wunderbar auf`s Papier.

 

Mein Fazit: Über 1000 Seiten Spannung, Liebe - Hass, Intrigen, Geschichtswissen