Der grüne Palast

von Peggy Hohmann

Das Cover besticht durch Detailtiefe und Anmut. Dies findet man auch in den Klappeninnenseiten. Es wirkt filigran und geheimnisvoll.

 

Was ich auch sehr zu schätzen weiß, sind die Landkarten, die zu Beginn und zum Ende beinhaltet sind, ebenso das Nachwort, das Aufschluss gibt über reale Persönlichkeiten und deren "Verwendung" im Buch, sowie der historische Hintergrund, denn so kann man sich ein intensiveres Bild der Vorgänge machen.

 

Die Schreibweise empfinde ich eher als kühl und reserviert und lässt den Lesefluss doch das ein oder andere Mal stocken. Das ist wahrscheinlich auch der Herangehensweise geschuldet, dass die komplette Geschichte in Briefwechseln erzählt wird.

Ich mag es sehr gerne, wenn Romane durch Briefe untermauert werden und dadurch entweder Zeitsprünge geschehen oder aber damit ein detailreicheres Bild der Vorkommnisse dargestellt werden kann. Dies macht es aber gerade zu Beginn eines Buches etwas schwerer, in den Lesefluss zu gelangen. Oftmals musste ich hier hin- und herblättern, um den Kontext voll und ganz übermittelt zu bekommen.

Hier werden geschichtliche Fakten oder auch die Mitwirkenden durch den Schreibverkehr gut erläutert, es fehlen mir dadurch aber leider intensive Emotionen, da es teilweise etwas abgehakt rüberkommt.

 

Mein Fazit: Roman, der sich durch Briefwechsel erklärt - interessante Idee, aber noch Luft nach oben