Dem Glück so nah von Louise Walters

 

Quellenangabe:

Quelle: Amazon.de:

Roberta liebt Bücher. Sie liebt es, in alten Ausgaben zu stöbern und dabei unerwartete Entdeckungen zu machen: Briefe, Notizen oder Postkarten, die die Vorbesitzer zwischen den Seiten vergessen haben. Als sie in einem alten Koffer ihrer Großmutter einen wahren Bücherschatz findet, stößt sie in einem der Exemplare auf einen Brief, der all ihre bisherigen Fundstücke in den Schatten stellt. Es ist ein Liebesbrief ihres im Krieg gefallenen Großvaters - doch ist er datiert auf einen Zeitpunkt, als dieser schon längst hätte tot sein müssen ...

 

Louise Walters hat einen feinsinnigen Schreibstil, bei dem ich anfangs dachte, dass er etwas nüchtern-spröde daherkommt. Aber, nachdem ich mich ins Buch eingelesen hatte, wurde mir bewusst, dass dieser Stil die Gemütsverfassung der damaligen Kriegszeit widerspiegelt und den Leser damit in diese Zeit hineinversetzt.

 

Der Inhalt zeigt die beiden Leben der Protagonistinnen Roberta und deren Großmutter Dorothy auf.

Die Autorin schildert die Geschehnisse hervorragend im Wechsel der Zeiten.

Stück für Stück werden die Erlebnisse und Hintergründe, die letztendlich eng miteinander verwoben sind, aufgedröselt und entschlüsselt.

 

Die Spannung wird nicht zuletzt durch die Darstellungen in den unterschiedlichen Brief- und eMail-Wechseln, die die Geschehnisse teils im Zeitraffer darstellen, gesteigert.

Hinzu kommen noch die äusserst gelungenen Kapiteleröffnungen in Form von "gefundenen" Briefen oder Botschaften aus vergangener Zeit.

 

Mein Fazit: Tragen wir nicht alle Geheimnisse in uns, die es zu entschlüsseln gibt?!