Berenice   Fürstin und Rebellin    von Christine Ambrosius

Quellenangaben:

Quelle: Amazon.de:

"Flandern 1517: Die junge, eigenwillige Berenice de Savigny lebt am Hof in Mechelen das luxuriöse Leben einer Adligen, deren wichtigste Aufgabe es ist, eine vorteilhafte Heirat einzugehen. Als das Schicksal sie mit dem attraktiven Gregory de Rincon zusammenführt, ahnt sie nicht, dass sich kurz darauf ihr Leben ändern wird: Berenices Vater fällt bei Karl V. in Ungnade und Berenice muss mit Hilfe ihres treuen Dieners nach Frankreich fliehen. Für sie beginnt eine Odyssee, die sie bis in die Neue Welt führt. Und obwohl sie weiß, dass sie Gregory niemals wiedersehen wird, kann sie ihn doch nicht vergessen.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Christine Ambrosius wuchs im Rheinland und in Südfrankreich auf. Als Betriebswirtin für Tourismus reiste sie für verschiedene Fluggesellschaften und Reiseunternehmen um die Welt und lebte einige Zeit in den Vereinigten Staaten. Aus ihrem Interesse für das Reisen, fremde Kulturen und Historie entstehen ihre Romane. Die Autorin lebt heute mit ihrem Mann in Berlin."


Das Cover ist in hervorragenden Farben gehalten und lädt direkt in die Historie ein. Super gelungen.

Christine Ambrosius hat zu Beginn des Buches ein Register mit den realen Personen, die in der fiktiven Geschichte mit vorkommen, vorangestellt. Dies empfinde ich immer sehr interessant und blättere während des Lesens oft dorthin, da es dem Buch noch mehr Tiefe gibt.

Den Prolog hat sie in das Jahr 1534 gestellt. Von hier aus wird die Protagonistin Berenice dann auf ihr Leben zurückblicken. Somit beginnt die Geschichte im Jahr 1518 und stellt bildhaft und lebendig das Geschehen um die Adelshäuser dar. Die typischen Verknüpfungen der Adligen durch "gute" Heiraten kommt hier klar zum Vorschein.

Dem Wildfang Berenice ist jedoch das Leben etwas zu öde und deshalb lässt sie sich auf ein letztes Abenteuer vor ihrer Ehe ein. Sie geht mit ihrem Vater auf Schiffsreise in die Neue Welt und erlebt auf Fahrt und auch an Land vielerlei Dinge, von denen sie vorher nie geträumt hätte.

Die Erzählweise schafft dem Leser ein eindrückliches Bild und die Informationen, die zu den damaligen Verhältnissen gegeben werden, sind detailreich und äusserst interessant.

Ein kleiner Minuspunkt ist für mich jedoch, dass die Protagonistin teilweise als "Alleskönnerin" dargestellt wird, was dem Ganzen einen etwas unrealistischen Nachgeschmack gibt.

Aber, nichtsdestotrotz ist die Handlung klasse in die damalige Zeit eingegliedert und die Charaktere wachsen einem ans Herz.


Deshalb gibt es hier 4,5 Sterne von 5


Mein Fazit: Ein toller Schmöker, der in die Vergangenheit einlädt