Trauer ist eine lange Reise                                                        Für dich auf den Jakobsweg

Georg Koeniger beschreibt sehr eindrücklich und authentisch den Kampf seiner Frau Andrea ums Überleben und auch seinen Kampf, Ihr beizustehen und die Trauerzeit.

Er schildert in abwechselnden oder eher überleitenden Sequenzen seine Radreise, die er für seine Frau bewältigt, auf dem Jakobsweg und dem Leben mit seiner Frau, bzw. auch mit dem Leiden mit seiner Frau Andrea.

Diese Überleitungen von der Radl-Pilgerfahrt zu der schweren Kranheitsphase sind ihm perfekt gelungen, so dass sich der Leser voll in die Gefühlswelt und auch die örtlichen Gegebenheiten versetzen kann.


Gekonnte Vermischung von Trauer und Humor, der auch auf keinen Fall in jeder Situation fehlen sollte, wie das Buch immer wieder vortrefflich klarmacht.


Es vermittelt schonungslose Ehrlichkeit und Emotionalität in allen noch so kleinen Details. Dies ermöglicht Teilhabe an der für Georgs und Andreas harte Zeit und die Zeit danach.


Auch die Darstellung der Gefühls- und Gedankenwelt ist so authentisch, traurig, emotional und doch hoffnungsvoll geschildert, dass sich der Leser mittendrin wiederfindet.


Der Autor zeigt eine  hochemotionale "Pilger"fahrt, die "Tritt für Tritt" Versöhnung mit dem Gegebenen gibt.


Über die komplette Schilderung der Geschehnisse und Gefühlswirren herrscht unterschwelliger oder auch oft offensichtlicher Humor feinster Art.


Mein Fazit: Überwältigendes Buch, das emotional packend und extrem tiefgründig ist