Spiel der Zeit

Dies ist der 3. Teil der Autobiografie-Reihe von Ulla Hahn, die ihr Alter Ego nach

"Das verborgene Wort" und "Aufbruch"

als Hilla Palm zu Wort kommen lässt.

 

Dieses Buch wird sicherlich polarisieren, denn der Schreibstil ist doch sehr eigen. Ich gehöre hier zu denjenigen, die mit der Darstellungsweise leider garnichts anfangen können. Ulla Hahn besitzt als Lyrikerin einen großen Namen; die Prosa jedoch in diesem 3. Band ist meiner Meinung nach nicht ausgereift. Hier konnte ich kein einheitliches Bild erkennen, denn der Schreibstil wirkt auf mich nicht gefestigt. Aber, vielleicht soll das gerade die Zeit der späten 60er Jahre widerspiegeln?

Musste mich wirklich durch die Seiten quälen.

Sie schafft die Atmosphäre der damaligen Zeit mit ihrem bekannten Drang nach Veränderung und den dazugehörigen Einstellungen und Verhaltenweisen. Hier konnte sie ein passendes Bild davon schaffen, jedoch hat mir die Tiefe bei der Darstellung der Charaktere gefehlt. Aber, vielleicht war dies ebenfalls so gewollt, da sich die Menschen damals eben neu orientieren mussten?!

Autobiografie, Realität und Fiktion sind sehr gekonnt ineinander verflochten.

 

Mein Fazit: ein Buch, das sicherlich polarisieren wird - mich hat es nicht "abgeholt"