Nichts gesucht. Alles gefunden.

So, wie dieses Cover gehalten ist, passt es perfekt zum Inhalt, denn es zeigt in eindrücklichen Farben die Landschaft. Ausserdem wirkt es auf mich sehr sinngebend in Bezug auf die Entwicklung, die der Autor auf seiner Reise erlebt hat. Perfekt umgesetztes Cover.

 

In lebhaften und detailreichen Bildern erzählt der Autor von seinen Erlebnissen und den örtlichen Gegebenheiten. Er lässt den Leser durch humorvolle Beispiele, die das jeweilige Bild im Kopf entstehen lassen, an seiner Reise und an seinen Gefühlen teilhaben.

 

Die Gegebenheiten und Vorkommnisse werden häufig mit kleinen ironischen Spitzen gekrönt und lassen den Leser das ein oder andere Mal schmunzeln. Auch mit charmanter Selbstironie wird diese Reise gekonnt aufgepeppt.

 

Das Lokalkolorit zeigt Land und Leute in einem allumfassenden Bild.

 

Der Autor transportiert die jeweilige Stimmung, in der er sich gerade befindet und die Veränderung, die in ihm während der Reise vorgeht, gekonnt in den Schreibstil. So kann man als Leser diese Entwicklung bewusst nachvollziehen.

 

Die ein oder andere "Grenzüberschreitung" gibt er so authentisch und auch humorvoll wieder, dass ihm hier sicherlich "kein Strick draus gedreht wird", sondern, mit einem Schmunzeln "verziehen" wird.

 

Von den Begegnungen mit der heimischen Bevölkerung wie auch mit anderen Reisenden gibt er freimütig Auskunft und macht auch hier keinen Hehl aus seinen wahren Gedankengängen. Sehr erfrischend.

 

Hier habe ich das Gefühl von herzerfrischender Aufrichtigkeit und Offenheit, denn hier wird nichts schöngeredet, was eben hässlich und unansehnlich ist. Aber genauso verhält es sich eben auch umgekehrt, hier wird gelobt, was dessen würdig ist.

 

Mein Fazit: Der Jakobsweg mal aus anderer Sicht betrachtet - sehr interessant