Damit wir uns verstehen!

MEIN GROSSVATER UND ICH 

von

Markus Muliar

 

Wenn man sich, wie ich, mit den Leiden der Kriegsvergangenheit als Thema zur Aufarbeitung beschäftigt, ist dieses Buch eine hervorragende Bereicherung.


Markus Muliar lässt den Leser unmittelbar und intensiv an seinem Leben teilhaben.


Hier wird oft auch schonungslos mit der Familie abgerechnet und verarbeitet.


Markus Muliar schildert in "Damit wir uns verstehen! Mein Großvater und ich" seine Kindheit bis ins Erwachsenenalter hinein in anschaulichen Szenen und untermalt dies mit super interessantem Bildmaterial.

Durch seine Darstellungsweise stellt er die Zerrissenheit in sich und innerhalb des Familienverbundes nachvollziehbar dar.

Hier werden die Verstrickungen, die oft einhergehen mit der Dominanz des Großvaters und des zu damaligen Zeiten üblichen Familienmusters (Mann beschafft Geld, Frau ist für Haushalt und Kinder zuständig) dargestellt.

Einer der Leitsätze, der Markus` Leben bestimmte, war:

"Händchen falten, Gosch´n halten"

was ja schon aussagt, was von den Kindern erwartet wurde.


Um jedoch nicht eine einseitige Meinung des Enkels widerzugeben, sind dem Buch Auszüge aus den Tagebüchern von Fritz Muliar beigefügt.

Dies führt dazu, dass der Leser die Verhaltensweisen von Fritz Muliar nachvollziehen und begreifen kann.


Die Erläuterungen, die im Buch über Religionen und auch Freimaurern dargestellt werden, spiegeln die Zusammenhänge wider.


Mein Fazit: ehrliche und schonungslose Abrechnung und Aufarbeitung und die Erkenntnis, dass nicht alles so sein muss, wie es scheint.