Heute fängt der Himmel an

Am "rund-gehaltenen" Cover erkennt man die Handschrift der Autorin. Dies finde ich immer sehr schön, wenn ich auf den ersten Blick erkenne, von wem das Buch ist.

Obwohl das Cover in seiner Farbgebung und auch von den Abbildungen her sehr feminin rüberkommt und dadurch der Anschein erweckt wird, dass es sich um einen seichten Frauenroman mit Kitsch und dergleichen handeln könnte, ist dies ganz und garnicht der Fall. Das passt dann doch nicht ganz zum Inhalt....Gottseidank.

Das Holz, das mit seinen Rissen und Jahresringen zu sehen ist, passt hier schon eher zum Roman an sich, denn hier wird gezeigt, dass das Leben mit seinen Unwägbarkeiten doch einiges zu bieten hat.

 

Der Schreibstil ist super eingängig und lässt sich flüssig lesen. Die Herangehensweise, die Geschichte durch zweierlei Handlungsstränge, im Heute und in der Vergangenheit, immer wieder abwechselnd zu erzählen und sich Stück für Stück anzunähern, ist super gelungen und zeigt ein komplettes und verständliches Bild auf.

Das Buch erzählt Geschichte, gerade um Kriegs- und Nachkriegsjahre und was es mit den Menschen und der Welt drumherum macht.

Die Schilderungen werden spannend und super authentisch dargestellt und lassen den Leser oftmals innehalten, weil die Emotionen, die dargeboten werden, immens rüberkommen. Hier kann man sich als Leser mittendrin und nicht nur dabei fühlen.

 

Die Charaktere haben Charme und Charisma und werden ebenfalls sehr real geschildert. Hier fühlt man sich beim Lesen auf Du-und-Du mit den Beteiligten.

 

Mein Fazit: hervorragend gelungener Roman, der Geschichte authentisch begreiflich macht