Für immer ist die längste Zeit

von Abby Fabiaschi

Das Cover fand ich, als ich es auf dem Monitor gesehen habe, sehr kitschig. Als ich es dann im Original vor mir liegen hatte, habe ich dahingehend meine Meinung komplett revidiert, denn die Farben wirken super stimmig und die Haptik ist ebenfalls passend und wunderschön. Wenn man die Abbildungen längere Zeit betrachtet, verbreiten sie eine mystische Stimmung....also, so ist es zumindest mir ergangen.

 

Der Schreibstil ist einnehmend, jedoch manchmal wirkt er etwas chaotisch, so dass ich immer mal wieder den roten Faden verloren habe. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Geschichte so erzählt wird, dass die Protagonisten Madeleine, Eve und Brady immer wieder abwechselnd aus ihren Sichtweisen und Erfahrungen erzählen. Diese Vorgehensweise mag ich sehr gerne, weil sie eine Geschichte aus mehreren Blickwinkeln erzählt und man als Leser somit ein vollständiges Bild bekommt. Jedoch war dies hier nicht ganz so optimal gelöst, da sich mitunter sehr viele Namen häufen und durch die veränderte Sichtweisen wird man immer wieder etwas aus dem Geschehen gerissen. Der Kontext war nicht optimal verknüpft. Im letzten Viertel des Buches empfand ich es deshalb sehr chaotisch und war schon versucht, das Buch nicht bis zu Ende zu lesen. Jetzt bin ich froh, dass ich es doch fertig gelesen habe, denn der Schluss hat mich für die "Durststrecke" entschädigt. Dieser war stimmig und gelungen dargestellt und hat das Buch hervorragend abgeschlossen.

 

Die Charaktere werden komplett eingängig und nachvollziehbar dargestellt. Konnte mir die Vorgehensweisen gut vorstellen und mich auch in die jeweilige Person gut hineinversetzen.

 

Dieser Roman, der der erste der Autorin ist, ist entstanden, weil sie sich von ihrer eigenen Vergangenheit und den Erlebnissen inspiriert fühlte. Was ich hier auch noch anmerken möchte ist, wie ebenfalls in der Vita der Autorin erläutert wird, dass sie zwanzig Prozent ihrer Nettoerlöse an Verbände spendet, die sich für das Wohl von Frauen und Kindern einsetzt.

 

Mein Fazit: eingängige und bewegende Geschichte, die manchmal etwas zu chaotisch rübergebracht wird