Ein halbes Jahr zum Glück

von Julie Lawson Timmer

Das Cover finde ich von der Farbgebung und den Abbildungen in Ordnung, jedoch auch nicht mehr. Es würde im Regal nicht sonderlich auffallen. Die Schriftart des Titels hingegen gefällt mir sehr gut und ist ansprechend gestaltet.

 

Der Schreibstil hat mich nicht gefangen genommen. Es war eher ein Beobachten als ein Dabeisein für mich. Daher war mir auch ein flüssiges Lesen kaum möglich.

 

Zu Beginn haben mich die Thematik und die Ausarbeitung interessiert, aber so, wie dies hier vonstatten ging, war es mir einfach zu bieder und langweilig. Es hat sich sehr in die Länge gezogen. Zwischendurch hat es zwar Abschnitte gegeben, bei denen ich gedacht habe, dass die öde Einlesephase beendet wäre und mich das Buch dann doch noch etwas beeindrucken könnte, aber dies hat sich schnell wieder verflüchtigt und das chaotische Ende hat mich vollauf bestätigt, dass dieses Buch einfach nichts für mich ist.

 

Bei den Charakteren hat es sich ähnlich verhalten. Hier war ich eine sehr starke Protagonistin, die sozusagen den Ton angegeben hat. Das wurde auch sehr gut von der Autorin umgesetzt, so dass ich mir oft gedacht habe, dass so eine nervige Person echt höchst lästig wäre und genau das wollte Julie Lawson Timmer sicherlich mit der Darstellung auch erreichen.

Die anderen Charaktere waren allgemein eher schwammig und nichtssagend geschildert. Klar, ist das sicherlich auch teilweise so gewollt, jedoch sollte sich das Ganze mit Veränderung der Situationen auch anpassen, aber, das ist leider nicht geschehen.

 

Insofern kann ich zu dem Buch nur sagen, dass es einen guten Ansatz von der Idee an sich und ebenfalls von der Darstellung einer Protagonistin hatte, jedoch ist die Umsetzung zum Großteil nicht gut gelungen.

 

Mein Fazit: die Umsetzung der Idee und der Charaktere haben leider größtenteils viel Luft nach oben gelassen