Die Wolkenfischerin

Das Cover mit seinen stimmigen und ansprechenden Farben hat mich gleich neugierig gemacht. Die detailreichen Abbildungen, die sich auch in den Klappeninnenseiten fortsetzen, machen Lust auf eine Reise dorthin.

 

Der Schreibstil ist eingängig und lässt sich gut lesen. Anfangs war ich irritiert, weil ich zuerst keinen rechten Zusammenhang gefunden habe und deshalb ab und an etwas hin- und herblättern musste, um den roten Faden zu durchschauen. Aber, dies hat sich im Laufe der Zeit gelegt und danach war es ein vollkommen flüssiges Lesen.

Die Charaktere werden lebensnah und mit ihren jeweiligen Ecken und Kanten liebevoll dargestellt. Hier befindet man sich als Leser auf Augenhöhe mit den Beteiligten und hat das Gefühl, mittendrin zu stecken.

 

Genauso verhält es sich mit den Beschreibungen der Landschaften. Diese sind so detailreich und faszinierend, dass ich mir diese Örtlichkeiten einmal in natura ansehen möchte.

 

Das Buch hat zwar die Eigenheit, dass es, wie bei sehr vielen Liebesromanen auch, ein Katz-und-Maus-Spiel, so nach dem Motto: sie lieben sich, sie zerkriegen sich, sie lieben sich......usw. usf., aber, dies ist durch die Einbindung sehr tiefgängiger und emotional ergreifender Themen nicht weiter störend.

Diese, die sich in oft unterschiedlichen Lebenszyklen ereignen, werden gut durch die jeweils Betreffenden vermittelt.

 

Obwohl zwar keine Spannung aufgekommen ist, die wahrscheinlich eher dem Genre geschuldet ist, konnte ich das Buch irgendwann garnicht mehr beiseite legen, da der Tiefgang an sich mit mitgerissen hat.

 

 

Mein Fazit: nach etwas Einlesezeit konnte ich das Buch dann nicht mehr beiseite legen