Die Vergessenen

Das Cover gibt die Stimmung im Buch gekonnt wider. Dies zieht sich auch bis in die Klappeninnenseiten. Ich musste das Cover immer wieder angucken, weil es mich so fasziniert hat und gerade in den Momenten, in denen ich zum Reflektieren des Gelesenen innehalten musste, habe ich dies durch den Anblick des stimmungsvollen Covers intensivieren können.

 

Ellen Sandberg wagte sich mit diesem Buch in ein neues Genre, denn ansonsten ist sie im Kriminalroman-Bereich unterwegs. Nach langer Recherchearbeit hat sie diesen Roman geschrieben, der zwar fiktiv ist, sich jedoch an die damaligen Vorkommnisse anlehnt. Bereits zu Beginn wird deutlich, dass es der Autorin sehr wichtig war, die Geschehnisse, die damals vorherrschten, dem Leser näherzubringen. Bei diesem Thema kann man nicht vom flüssigen Lesen sprechen, denn durch die intensiven Begebenheiten muss man immer wieder innehalten und reflektieren. Da alles so gut erläutert wurde, braucht man ab und an eine Verschnaufpause, um das Ganze zu verarbeiten. Hier werden Dinge dargestellt, die ins Mark treffen, denn man weiß sicherlich das ein oder andere aus der jüngsten Geschichte, jedoch werden mit diesem Buch Gegebenheiten aufgedeckt, die vieles nochmal ins andere Licht rücken.

 

Mein Fazit: wahre Begebenheiten, die empathisch und aufwühlend in eine fiktive Geschichte verarbeitet wurden