Die Oleanderschwestern

Das Cover mit seinen intensiven und stimmigen Farben gefällt mir sehr gut. Auch die gerillte Oberfläche mag ich super gerne. Das fühlt sich beim Lesen gut an. Die Klappeninnenseiten setzen die Abbildungen gelungen fort und es wird schon eine kleine Vorschau auf den Inhalt gegeben.

Den einzelnen Kapitel werden kurze Texte, die meist Bezug auf eine bestimmte Pflanze geben, vorangestellt und Texte in der Art sind auch in den Klappeninnenseiten. Ich persönlich mag zwar solche "Einleitungen" zu Kapiteln gerne, jedoch war es mir in diesem Buch einfach etwas zu nichtssagend und nicht ganz so stimmig. Kann aber nicht genau sagen, wieso eigentlich, denn der ganze Inhalt bezieht sich ja auf Pflanzen und deren Wirkung oder eben auch deren Pflege etc. Der Kontext zum jeweiligen Kapitel war mir zu schwammig.

 

Bei diesem Buch habe ich schon eine etwas längere Einlesezeit benötigt, dass ich schon fast versucht war, aufzuhören, denn es wurde zwar schon klar, dass es hier viele Geheimnisse zu ergründen gibt, aber eben waren diese Andeutungen so geschrieben, dass die Neugier, was denn da kommen mag, nur begrenzt war. Nach der Einlesephase wollte ich zwar schon wissen, wie sich das Geschehen letztendlich entwickeln wird, aber durch immer weitere Andeutungen, die sicherlich ominös wirken sollten, jedoch so bei mir nicht ankamen, war es doch weiterhin ein zähes Lesen. Der Bezug zum Garten und der Pflege wurde mir etwas zu sehr in den Vordergrund gestellt und ich hatte dann schon das Gefühl, dass es mehr oder weniger Wiederholungen waren, die die Seiten füllen sollten.

Die Darstellung der Charaktere ist der Autorin größtenteils gelungen. Ich hatte schon häufig das Gefühl, die Reaktionen und Beweggründe der Beteiligten zu verstehen, jedoch konnte ich keine direkte Bindung aufbauen.

Obwohl, wie oben schon erläutert, sehr viele Andeutungen auf Geheimnisse etc. eingeflochten sind, die oftmals Spannung aufbauen könnten, hat sich die Neugier und Spannung bei mir doch in Grenzen gehalten, weil eben so viele Nebenschauplätze diese gemindert haben und letztendlich die Auflösung doch mehr Schwung benötigt hätte.

 

Mein Fazit: habe das Buch zwar zu Ende gelesen, war aber durchweg enttäuscht von der Umsetzung