Der Weihnachtswald

Das Cover ist stimmig. Das beziehe ich auf die Farbgebung, die Atmosphäre und auch auf den Inhalt. Die Schriftart und der glänzende in Gold gehaltene Titel machen es komplett und man wird neugierig auf das, was sich darin verbirgt.

Der Untertitel "Ein Wintermärchen" trifft die Beschreibung genau. Ich möchte dieses Buch als modernes Märchen betiteln, da hier einiges geschieht, was eben nicht authentisch sein kann. Jedoch stört das in diesem Buch keineswegs, nein, im Gegenteil, es macht das Ganze nur noch stimmiger.

Der Schreibstil ist so eingängig, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte und in einem durchgelesen habe. Das liegt eben zum einen Teil am flüssigen Schreibstil und zum anderen an der Spannung, die die Autorin gelungen aufbaut.

Die Charaktere werden so liebevoll und nachvollziehbar geschildert, dass ich mich auf Du-und-Du mit den Beteiligten gefühlt habe und mir die Beweggründe und Reaktionen bildhaft vorstellen konnte.

Die Orte und auch die verschiedenen Zeiten, die dargestellt werden, sind so lebendig und bildlich, dass man sich als Leser fühlt, als wäre man selbst an Ort und Zeit. Hier wird auch ein interessanter und authentischer Einblick in Familienleben von damals gegeben.

Obwohl man sich durch die Vorgehensweise, wie das Buch aufgebaut wird (hier erzähle ich aufgrund Spoilergefahr nicht mehr ; D) vielleicht zu Beginn denken mag, dass das doch etwas weit hergeholt ist, verwirft man diese Gedanken innerhalb kürzester Zeit, weil der Tiefgang und die Beweggründe, die sich dahinter verbergen, immens sind und einem total gefangen nehmen.

Hier hatte ich immer wieder das Gefühl, dass die Autorin mit Herz und Seele beim Schreiben dabei war.

Das liegt nicht nur an der Geschichte an sich, sondern auch daran, dass Angelika Schwarzhuber ein Privatfoto als Untermalung beigefügt hat. Ausserdem sind noch zusätzlich Plätzchenrezepte angehängt, die von Leserinnen und Lesern durch eine Aktion der Lokalredaktion der Osterhofener Zeitung für diesen Roman im Vorfeld zur Verfügung gestellt wurden. Übrigens, ich habe schon nachgebacken, obwohl noch keine Weihnachtszeit ist, weil ich wegen des Romans und der Rezepte so neugierig darauf war und ich kann nur sagen, dass sich das Nachbacken wirklich lohnt.

 

Mein Fazit: rundum gelungen, denn hier sind Spannung, liebevolle Autorenarbeit und Tiefgang spürbar