Der Schattengarten

von Anna Romer

Das Cover mit seinen düsteren Farben und der wunderschönen Landschaft mit den Seevögeln und dem schönen Haus passt gelungen zur Stimmung des Buches. Bereits beim Anblick wird klar, dass es hier um düstere Geheimnisse gehen wird und man hofft, dass es sich lohnt, diese zu erkunden.

 

Und genau hier bin ich hin- und hergerissen, denn einerseits bietet das Buch unterschiedliche Zeitebenen, die Geschichten spannend und hochinformativ erzählen können. Aber, da hatte ich ab und an so meine Probleme, denn ich konnte zwar der Erzählung folgen, da die Kapitel die Zeiten immer vorgestellt haben und dies auch flüssig verbunden war, jedoch hat sich der Kontext häufig auf eher unwichtige Details manifestiert. So habe ich einerseits für Dinge, die die Spannung weiter hochgehalten hätten, Detailtiefe vermisst und andererseits wurde für Nebensächlichkeiten, wie irgendwelche Straßenverläufe, zu viel Gewicht darauf gelegt. Das hat sich stellenweise so hingezogen, dass es wirklich sehr langatmig und ich versucht war, das Buch nicht mehr weiterzulesen.

 

Die Charaktere und die örtlichen Begebenheiten wurden gut in Szene gesetzt und ich konnte mir ein ausreichendes Bild davon machen. Aufgrund dessen habe ich auch bis zum Ende hin durchgehalten, aber, vollauf überzeugen konnte mich das Buch einfach nicht.

 

Mein Fazit: düstere Stimmung in unterschiedlichen Zeitebenen, die Detailtiefe leider an den falschen Stellen ansetzt