Das Lied des Nordwinds

von Christine Kabus

Das Cover ist wunderschön gestaltet und zeigt auf eindrückliche Weise die Umgebung in der sich die Geschichte abspielt. Dabei werden auch die Licht- und Schattenseiten gelungen dargestellt, die ebenfalls im Inhalt gekonnt in Szene gesetzt werden.

 

Der Schreibstil ist eingängig und lässt sich flüssig lesen. Die Spannung wird unter anderem durch Zusammenfassungen in Form von Briefen, die längere Erzählstränge abdecken, und auch durch sich immer wieder abwechselnde Erzählungen von zwei Geschichten, die sich Stück für Stück annähern, aufgebaut. Durch gekonnt gesetzte Cliffhanger wird diese zusätzlich hoch gehalten.

 

Die umfangreichen Hintergrundinformationen zu Land und Leuten, die die Autorin hervorragend in die fiktive Geschichte verwebt, machen dem Leser das Land schmackhaft und durch die detailreichen Schilderungen wird man an Ort und Stelle versetzt.

 

Die dargestellten Charaktere wirken lebhaft und vollkommen authentisch. Hier kann man die Emotionen begreifen und mitfühlen. Insofern erlebt man das Geschehen voll und ganz mit.

 

Ein Teil ist zwar vorhersehbar. Dies wirkt sich jedoch nicht negativ auf den Gesamteindruck aus, da die Schilderungen der Szenerien trotzdem das Ganze auf einem hohen Spannungsbogen halten. Zudem versteht es Christine Kabus, den Leser auf falsche Fährten zu schicken.

Sehr gut werden auch die Intrigen und Machtspiele herausgehoben, in denen jedes Familienmitglied seinen Platz durch Lug und Trug einnehmen und behaupten soll.

 

Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, sind die Tiefgründigkeiten, die sich durch´s komplette Buch ziehen.

 

Mein Fazit: detailreiche und umfangreiche Hintergrundinformationen sind gelungen in eine tiefgründige und spannende Geschichte verwoben