Das Erbe der Rosenthals

von Armando Lucas Correa

Das Cover wurde hervorragend gewählt. Besser hätte es für dieses Buch nicht passen können. Die Farbgebung und die Abbildungen sind gelungen aufeinander abgestimmt. Ebenso verhält es sich mit den Klappeninnenseiten, die Bezug nehmen auf den realen historischen Hintergrund.

Bei diesem Buch möchte ich zuerst mit dem Anhang beginnen, denn das Bildmaterial, das durch das United States Holocaust Memorial Museum, Washington zur Verfügung gestellt wurde, hat mir das ohnehin tiefgreifende Buch noch näher ans Herz gelegt.

 

Der Schreibstil ist äusserst eingängig und man kann die Vorgänge gut realisieren und nachvollziehen. Der Autor scheut hier das "Aussprechen" der Vorkommnisse nicht. Hier werden Daten und Fakten gereicht und dies alles gut verpackt in unterhaltsamem und äusserst lehrreichen Lesestoff, der zum Nachdenken und Innehalten veranlasst. Es wird deutlich, dass der Autor eine detaillierte und umfangreiche Recherchearbeit erledigt hat.

 

Die Herangehensweise, die unterschiedlichen Zeitstränge und Charaktere darzustellen, sind gut gewählt. Hier werden in den vier Teilen des Buches zum einen die Protagonisten in der Vergangenheit und auch in der näheren Gegenwart vorgestellt. Ausserdem kann man sich die Gefühle und Reaktionen der Mitwirkenden lebhaft vorstellen. So werden aus unterschiedlichen Zeiten und "Leben" Stück für Stück Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten ersichtlich, die im Endeffekt ein Ganzes machen.

Die Emotionen, die hier heraufgeschworen werden, sind äusserst tiefgründig. Das liegt zum einen daran, dass die Vorgänge genau und detailliert beschrieben werden und zum anderen, dass die Charaktere Charme und Esprit versprühen, dem man sich nicht entziehen kann. Die Bilder, die hier beim Lesen entstehen, wirken äusserst authentisch und nachvollziehbar.

 

Mein Fazit: äusserst interessantes und wertvolles Buch