Tulpengold

von Eva Völler

Das Cover in seiner Farbgebung und der Abbildung ist vortrefflich gewählt. Hier stimmt nicht nur das Aussehen sondern auch die Haptik, denn einige Elemente sind glänzend und etwas erhoben dargestellt. Auch die Klappeninnenseiten sind passend gearbeitet. Hier ist alles in sich stimmig.

 

Der Schreibstil ist eingängig. Die Autorin versteht es, die Gedanken und Vorgänge der Mitwirkenden gelungen in Szene zu setzen und vor allen Dingen authentisch und nachvollziehbar zu beschreiben. Hier hat man als Leser das Gefühl, mittendrin zu sein und zu recherchieren, denn dieses Buch ist nicht nur ein historischer Roman sondern vor allem auch ein historischer Kriminalroman. Die Charaktere wirken lebhaft und gerade die Beweggründe und Gedanken "des Sonderlings" (ich nehme hier den Begriff aus der Buchbeschreibung, der sich auf der Rückseite des Buches befindet, auf, da ich nichts vorwegnehmen will) werden trefflich und eindrücklich erläutert. So kann man sich auch als Nicht-Involvierter in die Situation hineinversetzen. Im Nachwort erklärt die Autorin auch noch ihre Beweggründe zur Einsetzung dieses Charakteres. Dies möchte ich hier erwähnen, denn vielleicht ergeht es anderen Lesern genauso wie mir, weil ich mich stellenweise gewundert habe, wieso dieser Wesenszug so intensiv bearbeitet wurde.

 

Die Spannung wird von Anfang bis Ende hoch gehalten und ist nicht vorhersehbar. Man kann immer wieder neue Seiten erleben, die das Mitermitteln spannend und aufschlussreich machen. Ich konnte es dann irgendwann kaum mehr erwarten, wie sich das Ende denn enträtseln wird.

 

Die Szenerien werden lebhaft und gut vorstellbar dargestellt, so dass man sich ein lebendiges Bild der Geschehnisse machen und Stück für Stück mehr vom Inhalt begreifen kann.

 

Mein Fazit: ein historischer Kriminalroman, der zum Mitrecherchieren einlädt und die Spannung hochhält