Die Zeit der Rose

Wenn ich das beim Cover richtig interpretiert habe, hat die dargestellte Frau etwas schmutzige Fingernägel, was ich in Bezug auf den Inhalt vollkommen passend erachte und darin sehe ich auch, dass auf Details geachtet wurde. Aber, damit hat es sich für mich auch leider schon erledigt, denn ich finde die Farbgebung nicht passend für die damalige Zeit. Dies lässt dann doch eher auf einen Roman der heutigen Zeit und nicht auf einen historischen Roman schließen. Dies verhält sich ebenso mit der wunderschönen Abbildung des Anwesens in den Klappeninnenseiten. Hier hatte ich ebenfalls den Eindruck, dass hier auf die Zeit von früher hingewiesen werden sollte, jedoch an der Umsetzung hierzu hat es gehapert. Der Satz, der sich in der Klappeninnenseite befindet macht dennoch neugierig auf´s Buch.

 

Dies ist der erste Roman der Autorin und es soll ein zweiter Band der Reihe erscheinen. Ich kann mich der Aussage, die sich auf der hinteren Klappeninnenseite befindet (Zitat): "....der Auftakt des mitreißenden historischen Zweiteilers....." nicht anschließen, denn für mich war es weder spannend noch mitreißend. Daher hatte ich auch keine Freude und werde den nächsten Band sicherlich nicht lesen.

 

Zum Schreibstil möchte ich jetzt den Ausdruck "weichgespült" einwerfen, denn die Schilderungen sind zwar durchaus detailreich was die Örtlichkeiten oder Räumlichkeiten sowie die Mode der damaligen Zeit betrifft, jedoch gehen die Erläuterungen mit wenig bis gar keiner Emotion einher und lassen auch Detailtiefe vermissen. Ich hatte oft das Gefühl, dass dies mitunter an eher oberflächlicher Recherchearbeit liegen könnte, die zwar die Themen anschneidet, jedoch eben die gewünschte Tiefe, die zu größerer Neugier und zum Miterleben führen würde, vermissen lässt.

 

Diesen Eindruck hatte ich auch bei der Sprachauswahl, die den Mitwirkenden in den Mund gelegt wurde, denn die war doch eher modern und nicht dem Sprachgebrauch von damals angepasst.

 

Die Geschichte ist für meinen Geschmack unrealistisch, da die dargestellten Situationen auf mich wie ein Mischmasch aus Damals und Heute wirken ....also nichts Ganzes und nichts Halbes.

 

Mein Fazit: die Umsetzung wirkt auf mich gewollt aber nicht gekonnt