Diamanten-Dynastie

Das Cover wirkt einladend und verweist mit den Abbildungen und der Farbgebung auf vergangene Zeiten. Das hat mich sehr neugierig gemacht. Diese Neugierde hat sich jedoch leider spätestens ab Mitte des Buches in Luft aufgelöst.

Die Originalausgabe mit dem Titel "Master of the Game" bei William Morrow and Company, New York, erschien 1982. Der Schreibstil von Sydney Sheldon, der 2007 mit fast 90 Jahren verstorben ist, greift natürlich auch den Stil der damaligen Zeit auf und den mag ich jetzt, einige Jahrzehnte später, nicht mehr so gerne.

Konnte dies beim Lesen der Buchbeschreibung und der Leseprobe noch nicht ausmachen und war dann doch dementsprechend enttäuscht.

Hier ist mir immer wieder "Denver Clan" dazu eingefallen und wer diese Serie von damals nach wie vor mag, liegt mit diesem Buch sicherlich vollkommen richtig. Meins ist es leider nicht.

Bis zur Hälfte des Buches war ich noch einigermaßen angetan, weil die Hintergrundinformationen zu verschiedensten Ländern und Leuten ebenso wie auch die der unterschiedlichsten Technologien ganz interessant in die fiktive Geschichte eingebettet waren. Ausserdem lässt sich der Stil flüssig lesen.

Was mich jedoch schon sehr bald gestört hat, ist, dass die Vorgänge doch sehr überzogen geschildert werden und somit unrealistisch und oberflächlich rüberkommen.

Der Tiefgang hat mir sowohl im Geschehen an sich wie auch in der Darstellung der Charaktere gefehlt. Konnte weder einen Bezug zur Handlung noch zu den Mitwirkenden aufbauen, da mir allgemein die Authentizität gefehlt hat.

 

Mein Fazit: hier hat mir die fehlende Authentizität den Lesegenuss vermiest